Der Hof “Poggio al Vento” wird seit den 60igern von der Mascelloni Familie geführt und
beherbergt neben dem Weinkeller fünf Zweibettzimmer von denen man einen wundervollen
Ausblick über das Orciatal genießen kann. Ihre Gäste verwöhnt die Familie mit ihren
Weinen, sowie Olivenöl, dem Honig und allerlei Gemüse, frisch aus dem eigenen Gärtchen.
1961 haben Lido und Marissa den Pogigo al Vento übernommen und hier ihren Sohn Roberto
großgezogen. Anfangs beschränkte man sich auf die Erzeugung von Wein und Olivenöl für
den Eigenverbrauch und betrieb nur erwerbsmäßigen Getreideanbau und ein wenig
Viehzucht. Erst Anfang der Siebziger pflanzte man die ersten größeren Weinberge und
Olivenhaine und ließen sich bei der Herstellung ihres hochreinen Olivenöls auch in den
frühen Achtzigern nicht zurückschlagen, als ein besonders strenger Winter ein Grossteil der
Olivenbäume abfror. Man trotze dem Schicksal und setzte sogar mehr Bäume als zuvor. Das
Ergebnis können Sie heute in 750ml Flaschen, sowie in Kanistern zu 3 und 5 Litern kaufen.
1994 entschlossen sich die Mascellonis schließlich, die ersten drei Gästezimmer zu errichten.
Sie tauften sie „Giglio“, „Tulipano“ und „Geranio“, kurz darauf folgten zwei weitere Zimmer
mit den schönen Namen „Oleandro“ und „Mimosa“. Seither sind schon viele als Fremde
gekommen und glücklich als Freunde gegangen, während der Wein wuchs.
2000, am Valentinstag sollten die Mascellonis schließlich für ihre Geduld und Pflege der
Weinstöcke belohnt werden. Es war der Tag, an dem sie ihren ersten Rotwein abfüllten,
einem reinen Sangiovese, den man vorher im Eichenholzfass ausbaute. Der „Orcia“ war
geboren.
2002 brachte in der gesamten Toskana, so auch hier um den Poggio al Vento herum leider nur
eine sehr spärliche Traubenernte. Not macht ja bekanntlich erfinderisch und manchmal
entsteht dabei sogar Exzellentes, wie der neue „Arcere“. Man fing wegen dieser Missernte an,
dem Sangiovese 15% Cabernet Sauvignon zuzugeben. Das Resultat dieser „Notaktion“ war so
gut, dass man sich entschloss, diesen Blend als zweites Etikett zu halten. Heute ist er die
Galionsfigur des Hofes.
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